Radfahren ist nicht einfach nur ein Sport – es ist eine Leidenschaft

Tirol ist nicht nur zum Skifahren und Berg gehen geeignet – es ist ein Radsportland

Spätestens seit der UCI-Straßen-Weltmeisterschaft 2018 bekannt – die „Olm Volle“ Radrennfahrerin Laura Stigger

                                                                                                                    

Leidenschaft – Radsportland – Laura Stigger: Aus diesen drei Komponenten entstand 2019 die Idee zu den Bike Challenges in Tirol. Als Radfahrerin und Radfahrer weiß man wie wichtig eine Streckenbeschilderung mit Angabe der zurückzulegenden Distanz, Höhe und auch Steigung in % ist. Dadurch kann man sich seine Kräfte optimal einteilen und weiß, wie lange es noch dauert, bis man das Ziel erreicht hat. Bis dato gibt es nur wenige Radtouren mit einer solch detaillierten Beschilderung. Das Ziel dieser Challenges ist, dass jedes Jahr zumindest eine Mountainbike- oder Rennrad-Route in einer Gemeinde als dauerhafte Rennstrecke beschrieben wird. Dafür können sich jedes Jahr Gemeinden als Austragungsort bewerben. 

Einzigartig an diesem Konzept ist, dass man sich im direkten Vergleich mit Radrennprofis wie Laura Stigger messen kann. Die Radprofis fahren an einem bestimmten Tag die neu ausgeschilderte Strecke ab. Die Zwischenzeiten werden an jedem km-Schild angeführt. Die benötigte Zeit für die gesamte Strecke ist sowohl auf der Start- als auch auf der Zieltafel zu finden. Ab diesem Auftaktevent hat man die Möglichkeit gegen die Zeit der Profis anzutreten und zu versuchen diese zu unterbieten. Die Zeit der Radrennfahrer*innen bleibt bestehen, wodurch man jedes Jahr wieder die Möglichkeit hat, die Bestzeit zu unterbieten.

Den Anfang der bikechallenge.tirol machte 2019 die anspruchsvolle Strecke in Kals am Großglockner. 2020 folgt die Challenge von Lans zur Lanser Alm. Somit stehen dieses Jahr schon zwei permanente Rennstrecken zur Verfügung, bei denen man als Radfahrer und Radfahrerin sein/ihr Können unter Beweis stellen kann. 

Wir wünschen Euch allen viel Spaß beim Fahren und gebt’s „Olm Volle!

Wer sind die Profis?

Laura Stigger, Jahrgang 2000

Laura sitzend
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Seit mehr als zehn Jahren gebe ich mich nun meiner großen Leidenschaft – dem Mountainbiken –hin. Toll ist, dass ich mich in dieser Zeit von Jahr zu Jahr weiter entwickeln und steigern konnte. Seit 2013 bin ich Mitglied des Österreichischen Nationalteams, seit 2016 werde ich vom URC Ötztal unterstützt.

Das Biken in den Tiroler Wäldern und auf den Bergen genieße ich wie am ersten Tag. Im Training pusche ich mich unter dem Motto „Olm volle“ sehr oft zu Höchstleistungen, wobei stets der Spaß am Sport im Vordergrund steht.

Meine größten Erfolge bisher waren: Junioren-Weltmeisterin Strasse 2018, Junioren-Weltmeisterin MTB XCO 2017 und 2018, Europameisterin MTB XCO 2018, 2017, 2016, 2015 und 2014, Vize-U23 Welt- und Europameisterin 2019, EM-Dritte 2013, die Österreichischen Meistertitel MTB XCO 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2014 und 2012 sowie der Sieg beim Weltcup in Albstadt 2019.

Maximilian Kuen, Jahrgang 1992

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Meine Leidenschaft zum Rennrad-Fahren begleitet mich schon seit meiner Kindheit. Nach dem Abschluss der HAK Wörgl bin ich nun als Radprofi beim Team Vorarlberg Santic tätig als Radprofi tätig. Hier beweise ich meine Stärke mit Leidenschaft als starker Helfer bei Sprint- und Bergankünften! Ich bin ein „Pacemaker“.

Trotzdem: Mein Ziel ist auch das eine oder andere Top-Resultat! 

Meine größten Erfolge bisher waren: Sieg Europacup Rennen Rund um Sebnitz, 2. Platz der Gesamtwertung der Radbundesliga 2019, Sieg beim Einzel- und Mannschaftszeitfahren „King of the Lake“, 2. Platz Sprintwertung „Tour of the Alps“, 5. in der Gesamtwertung „Ostböhmer Rundfahrt“, Sieg im Altstadtkriterium Schwaz, Mehrfacher Landes- und Staatsmeister.

Wer bewertet die Strecken?

Alois Rathgeb, Jahrgang 1969

Alois Bike
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Ich laufe seit über 20 Jahren Marathon, habe also eine recht gute Grundkondition fürs Radfahren. Seit 10 Jahren fahre ich Mountainbike und seit 6 Jahren auch Rennrad, bin also noch ein „junger“ Radfahrer. Was mir fehlt ist die Kraft – ich kann lange fahren, wenn`s jedoch hart wird, wird`s für mich wirklich hart. 

Radrennen liegen mir nicht so, ich fahre lieber den ganzen Tag mein Tempo, mache Pausen und genieße die Landschaft. Derzeit fahre ich als Mountainbike ein Specialized Epic Hardtail Expert, Rennrad ein KTM Revelator Alto Sonic, Übersetzung 35/33, also eher leicht.

Jährlich fahre ich ca. 3.000 – 3.500 km und 80.000 bis 100.000 hm. Und nach der Tour trinke ich dann gerne mein Bier, denn Sport soll für mich Genuss und Ausgleich sein.

Sandra Wimmer, Jahrgang 1992

Sandra_MTB
Sandra_RRR

Sport bedeutet für mich die Möglichkeit zu haben, den Kopf auszuschalten und zur Ruhe zu kommen. Er ist für mich der Ausgleich zum Berufsalltag und ermöglicht mir auch schöne Zeiten mit meinem Partner zu verbringen. Sport gehört seit meiner Jugend mehr oder weniger immer schon zum Leben dazu. Da ich schon seit meinem 12. Lebensjahr läuferisch unterwegs bin, habe ich eine recht gute Grundlagenausdauer. Harte Einheiten, die viel Kraft erfordern liegen mir nicht besonders. Durchschnittlich fahre ich im Jahr um die 3.300 km und bis zu 100.000 hm.

Ich bin eine Genussfahrerin und kann den ganzen Tag in meinem Tempo Rad fahren. Zur Zeit habe ich ein Specialized Epic Hardtail Expert Mountainbike und ein KTM Revelator Alto Sonic Rennrad mit einer Bergübersetzung 35/33.

Wie bewerten wir die Strecken?

Ausschlaggebend für die Einteilung der Touren in die Kategorien sind die Steigung und der Fahrbahnbelag. Die Länge der Tour wird nachgereiht.

  • Sehr leicht:
    Die Tour kann ohne große körperliche Anstrengung gefahren werden und ist auch für Kinder geeignet. Die Strecken sind kurz, und haben einen geringen Gesamtanstieg in der Höhe (0 - 200 hm). Beim Fahrbahnbelag handelt es sich um einen asphaltierten oder gut gepflegten Untergrund. Die Strecke hat keine fahrtechnischen Schwierigkeiten. Die Neigung liegt zwischen 0 und 5 %
  • leicht:
    Für diese Kategorie ist eine mäßige Anstrengung zur Bewältigung der Tour erforderlich, mit etwas sportlicher Erfahrung ist sie jedoch gut zu fahren. Der Fahrbelag ist asphaltiert oder ein sehr gut erhaltener Forstweg. Es können etwas steilere Passagen in der Tour enthalten sein, die jedoch mit etwas Fahrpraxis gut überwunden werden können. Die durchschnittliche Steigung liegt bei maximal 8 % und man erreicht einen Gesamtanstieg von bis zu 500 hm.
  • mittelschwierig:
    Diese Touren sind bereits in der zurückzulegenden Distanz und auch in der Höhe (700 - 1.000 hm) etwas anspruchsvoller. Die Strecke kann von steileren Abschnitten (9 - 11 %) durchzogen sein. Mit mäßigem Training ist diese Strecke jedoch gut zu bewältigen. Der Weg kann auch Passagen mit Schotter oder weniger gutem Untergrund aufweisen. Im gesamten ist die Tour aber vollständig fahrbar. Etwas Fahrtechnik ist notwendig, um die Strecke gut fahren zu können.
  • schwierig:
    Die Touren dieser Kategorie sind lang und anstrengend. Als Biker und Bikerin benötigt man ein gutes Maß an Kondition und Fahrtechnik.
    Es handelt sich hierbei um eine lange und anstrengende Tour, die ein gutes Maß an Kondition, Training und Fahrtechnik erfordert. Der zu meisternde Höhenunterschied liegt bei 1.100 - 1.400 hm. Der Untergrund kann teilweise recht schwierig sein und auch Schiebepassagen enthalten. Die durchschnittliche Neigung liegt bei 11 - 13 %.
  • sehr schwierig:
    Bei diesen Touren ist die Steckenlänge und der Höhenunterschied (1.400 - 1.700 hm) herausfordernd. Man benötigt ein gutes, regelmäßiges Training, um diese Strecke gut fahren zu können. Der Untergrund besteht vorwiegend aus Forstwegen und unwegsamen Gelände. Der Weg kann öfter von Hindernissen wie groben, losen Schotter und Wurzeln durchzogen sein. Charakteristisch sind auch Schiebepassagen, extreme Neigungen (16 - 20%) und Steigungen, schmale Fahrwege und teilweise Trails im alpinen Gelände.
  • sehr anspruchsvoll:
    Die Tour hat einen zu bewältigenden Höhenunterschied von mehr als 1.800 hm und weist eine lange Distanz auf. Voraussetzung, um diese Strecke gut fahren zu können sind regelmäßiges Training und somit eine ausgezeichnete physische Kondition. Die Strecke weist extreme Steigungen und Neigungen (>18%) sowie Schiebe- und Tragepassagen auf. Auch schmale Trails mit Hindernissen wie großen Steinen, Wurzeln, groben Schotter kommen häufig vor. Diese Strecken sollten nur von sehr geübten Radfahrerinnen und Radfahrern gefahren werden.

Was bedeutet der Farbcode der Höhenprofile?

Steigung

0 – 5 %

5 – 8 %

Steigung, die sehr einfach zu bewältigen ist

mäßige Steigung, die einfach zu bewältigen ist

8 – 11 % 

Steigung ist anspruchsvoll

über 11 %

Steigung ist sehr anspruchsvoll

Untergrund

Asphalt

asphaltierte Straße

Asphalt

Schotterweg/Forstweg